St. Gertrudisbote

73. Jahrgang

 

 

 

September 2018

 

 

 

 „Freut euch und jubelt“

 

 

 

Was fällt mir als Antwort ein, wenn mir jemand die Frage stellt: Worüber kannst du dich freuen und jubeln? In welchen Situationen meines Lebens habe ich Freude, ja Jubel erlebt? Zum Thema „Freude“ fehlt es mir nicht an vielfältigen Beispielen. Da kommen mir viele große und kleine, aufregende und stille, geteilte und verborgene Freuden in den Sinn. Was das Stichwort „Jubel“ angeht, so brauche ich schon längere Zeit zum Nachdenken.

 

Es gibt ein neues Papstschreiben vom 19. März diesen Jahres, das mit den Worten „Freut euch und jubelt“ (Gaudete et exsultate) beginnt: „<Freut euch und jubelt> (Mt 5,12), sagt Jesus denen, die um seinetwillen verfolgt oder gedemütigt werden.“ Freude und Jubel im Zusammenhang mit Demütigung und Verfolgung – ich gebe ehrlich zu, das war bei meinem Überlegen nicht im Blick. Das Papstschreiben fährt fort: „Der Herr fordert alles; was er dafür anbietet, ist wahres Leben, das Glück, für das wir geschaffen wurden. Er will, dass wir heilig sind, und erwartet mehr von uns, als dass wir uns mit einer mittelmäßigen, verwässerten, flüchtigen Existenz zufriedengeben.“ [Nr.1]

 

Papst Franziskus hat ein Lehrschreiben „über den Ruf zur Heiligkeit in der Welt von heute“ verfasst und beginnt mit einem Zitat aus der Bergpredigt. Er betont, dass er keine Abhandlung mit Analysen und Definitionen vorlegen, sondern „den Ruf zur Heiligkeit“ zum Klingen bringen will, denn „der Herr hat jeden von uns erwählt, damit wir in Liebe <heilig und untadelig leben vor ihm> (Eph 1,4)“. [Nr.2]

 

Jeder und jede von uns – erwählt zur Heiligkeit? Da könnte man wehmütig werden, wenn man nüchtern auf die Realität seines eigenen Lebens schaut. Ja, gerufen zur Heiligkeit mögen wir sein. Aber erscheint mir im Grunde das Heiligwerden nicht doch als eine „Messlatte“, die viel zu hoch für mich hängt? Ist es nicht vermessen, sich als Lebensziel vorzunehmen: ich will heilig werden?

 

Unmissverständlich weist Papst Franziskus gleich im ersten Absatz darauf hin, dass es hier zuerst um den Ruf und den Willen Gottes geht: Gott ruft und Gott will, dass wir heilig werden: „Er will, dass wir heilig sind, … Der Ruf zur Heiligkeit ist … von den ersten Seiten der Bibel an auf verschiedene Weise präsent.“ Von Gott geht die Initiative aus. Und Gott beruft uns nicht als „Einzelkämpfer“, sondern stellt uns Helfer an die Seite, „die uns anspornen, auf unserem Weg nicht stehen zu bleiben, und uns ermutigen, weiter dem Ziel entgegenzugehen.“ Naja, denke ich beim Lesen, das sind die Muttergottes und die Heiligen. Doch zu meiner Überraschung folgt an dieser Stelle der Satz: „Unter ihnen sind vielleicht unsere eigene Mutter, eine Großmutter oder andere Menschen, die uns nahestehen (vgl. 2 Tim 1,5). Vielleicht war ihr Leben nicht immer perfekt, aber trotz aller Fehler und Schwächen gingen sie weiter voran und gefielen dem Herrn.“ [Nr.3] Und ein wenig weiter unten lese ich: „Denken wir nicht nur an die, die bereits selig- oder heiliggesprochen wurden. … Es gefällt mir, die Heiligkeit im geduldigen Volk Gottes zu sehen: in den Eltern, die ihre Kinder mit so viel Liebe erziehen, in den Männern und Frauen, die arbeiten, um das tägliche Brot nach Hause zu bringen, in den Kranken, in den älteren Ordensfrauen, die weiter lächeln. In dieser Beständigkeit eines tagtäglichen Voranschreitens sehe ich die Heiligkeit der streitenden Kirche. Oft ist das die Heiligkeit „von nebenan“, derer, die in unserer Nähe wohnen und die ein Widerschein der Gegenwart Gottes sind, oder, um es anders auszudrücken, <die Mittelschicht der Heiligkeit>“ (J. Malegue). [Nr.6-7]

 

Mir fällt auf, wie mit fortschreitendem Lesen der hohe Begriff „Heiligkeit“ immer näher an mein alltägliches Leben heranrückt. Ja, wie mir nach und nach liebe Menschen in Erinnerung kommen, die ich in diese Aufzählung einreihen möchte. Habe ich in meinem Leben nicht schon unzähligen solcher „Heiligen von nebenan“ begegnen dürfen? Eine tiefe Dankbarkeit und Freude steigt in mir auf. Mit Spannung fahre ich fort zu lesen und stoße auf ein Zitat von Edith Stein: „<…Sicherlich werden die entscheidenden Wendungen in der Weltgeschichte wesentlich mitbestimmt durch Seelen, von denen kein Geschichtsbuch etwas meldet. Und welchen Seelen wir die entscheidenden Wendungen in unserem persönlichen Leben verdanken, das werden wir auch erst an dem Tage erfahren, an dem alles Verborgene offenbar wird.“ [Nr. 8]

 

Hier halte ich in meinem Lesen wieder ein wenig inne. Wie war das in meinem Leben mit den „entscheidenden Wenden“? Wer weiß, wem ich die Gnaden meines Lebens zu verdanken habe. Und welche Überraschungen uns da noch bevorstehen an dem Tage, „an dem alles Verborgene offenbar wird“.

 

Es spricht mich an, wie sehr Papst Franziskus die Heiligkeit im Zusammenhang mit „Gemeinschaft“ sieht: „Der Heilige Geist verströmt Heiligkeit überall, in das ganze heilige gläubige Gottesvolk hinein, denn es hat Gott gefallen, <die Menschen nicht einzeln und unabhängig von aller wechselseitigen Verbindung zu heiligen und zu retten, sondern sie zu einem Volke zu machen, das ihn in Wahrheit anerkennen und ihm in Heiligkeit dienen soll>.“ [Nr. 6]

 

 

 

Der neue Lebensstil derer, die Gott treu sein und nach seinem Wort leben wollen, leuchtet auf in den Seligpreisungen. „Es mag viele Theorien darüber geben, was die Heiligkeit ist, … doch nichts ist erhellender, als sich dem Wort Jesu zuzuwenden … Jesus erklärte mit aller Einfachheit, was es heißt, heilig zu sein, und er tat dies, als er uns die Seligpreisungen hinterließ (vgl. Mt 5,3-12; Lk 6,20-23). Sie sind gleichsam der Personalausweis der Christen. … In ihnen zeichnet sich das Antlitz des Meisters ab. … Hören wir wieder auf Jesus, mit all der Liebe und Achtung, die der Meister verdient. Gestatten wir ihm, dass er uns mit seinen Worten trifft, uns herausfordert, uns zu einer tatsächlichen Änderung des Lebens aufruft.“ [Nr.63 u. 66]

 

Mit Freude lese ich im dritten Kapitel des Schreibens die Ausführungen von Papst Franziskus zu den acht Seligpreisungen und zitiere hier nur die jeweiligen Schlusssätze:

 

Im Herzen arm sein, das ist Heiligkeit.

 

Mit demütiger Sanftmut reagieren, das ist Heiligkeit.

 

Mit den anderen zu trauern wissen, das ist Heiligkeit.

 

Voll Hunger und Durst die Gerechtigkeit suchen, das ist Heiligkeit.

 

Mit Barmherzigkeit sehen und handeln, das ist Heiligkeit.

 

Das Herz rein halten von allem, was die Liebe befleckt, das ist Heiligkeit.

 

Um uns herum Frieden säen, das ist Heiligkeit.

 

Jeden Tag den Weg des Evangeliums annehmen, auch wenn er Schwierigkeiten mit sich bringt, das ist Heiligkeit.

 

 

 

Ja, ich bin mir dessen bewusst, dass ich davon noch weit entfernt bin. Aber von Papst Franziskus lasse ich mich ermutigen, meine Armseligkeit mit Humor zu tragen [Nr. 122-128]. Und so nehme ich mir den Satz von Madeleine Delbrêl zu Herzen: „Vergiss nicht, dass das Zusammenleben mit dir genügen kann, sich den Himmel zu verdienen.“ Auf diese Weise werden wir wohl alle zur Mehrung der Heiligkeit beitragen – wenn nicht zur eigenen, so doch wenigstens zu der der anderen.

 

Viele ansprechende und treffliche Zitate aus „Gaudete et exsultate“ könnten noch angeführt werden. Einen Gedanken, der mir beim Lesen aufgefallen ist, möchte ich abschließend noch mit Ihnen teilen. Der Papst macht uns darauf aufmerksam, sozusagen den "roten Faden" unserer je persönlichen Berufung zur Heiligkeit zu entdecken. Wie es bei den großen Heiligen jeweils einen gewissen Akzent gibt, eine Facette von Heiligkeit, die sie besonders zur Darstellung zu bringen gerufen sind, so schenkt Gott einem jeden Menschenleben eine je eigene Berufung und Gabe. „Jeder Heilige ist eine Sendung; er ist ein Entwurf des Vaters, um zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Geschichte einen Aspekt des Evangeliums widerzuspiegeln und ihm konkrete Gestalt zu verleihen. … Nicht alles, was ein Heiliger sagt, ist dem Evangelium vollkommen treu, nicht alles, was er tut, ist authentisch oder perfekt. Was wir betrachten müssen, ist die Gesamtheit seines Lebens, sein ganzer Weg der Heiligung, jene Gestalt, die etwas von Jesus Christus widerspiegelt und die zum Vorschein kommt, wenn es gelingt, den Sinn der Gesamtheit seiner Person auszumachen. … 

 

Das ist ein starker Aufruf an uns alle. Auch du musst dein Leben im Ganzen als eine Sendung begreifen. Versuche dies, indem du Gott im Gebet zuhörst und die Zeichen recht deutest, die er dir gibt. Frage immer den Heiligen Geist, was Jesus von dir in jedem Moment deiner Existenz und bei jeder Entscheidung, die du treffen musst, erwartet, um herauszufinden, welchen Stellenwert es für deine Sendung hat. Und erlaube dem Geist, in dir jenes persönliche Geheimnis zu formen, das Jesus Christus in der Welt von heute widerscheinen lässt.“ [Nr.19, 22-23]

 

Ihn, Jesus Christus, in der Welt von heute in vielen Christen – gemeinsam als Ehepaar, als Familie, als Kirchengemeinde, als Konvent - lebendig aufleuchten zu lassen, das ist das Ziel. Der Papst schließt mit den Worten:

 

 „Ich hoffe, dass diese Seiten nützlich sind, damit sich die ganze Kirche um die Förderung des Wunsches nach Heiligkeit bemüht. Bitten wir darum, dass der Heilige Geist uns eine große Sehnsucht eingebe, heilig zu sein zur größeren Ehre Gottes.

 

Ermutigen wir uns gegenseitig in diesem Anliegen. So werden wir ein Glück teilen, das uns die Welt nicht nehmen kann.“ [Nr.177]

 

 

 

 Sr. M. Veronika

 

                       

 

                                                       

 

Aus unserer  C H R O N I K :

 

 

 

        Jedes Jahr lädt die Arbeitsgemeinschaft der Orden im Bistum Passau (AGOP) die Ordensleute zu einem „Ordenstag“ ein, der geistliche und geistige Impulse setzt und zugleich Gelegenheit zu Begegnung und Aus-tausch gibt. In diesem Jahr war durch das Bruder-Konrad-Jahr bereits ein Thema vorgegeben, das treffender nicht hätte sein können. So begaben sich am 26. Mai 72 Ordensleute auf die Spuren dieses großen Ordensmannes, der aus unserem Bistum stammt und hier gelebt und gewirkt hat. Unter ihnen waren Pater Augustinus als Mitglied des AGOP-Vorstandes und Organisator und Schwester Veronika und Schwester Paula. Lassen wir unseren Spiritual selbst weitererzählen: „Die geistliche Begleitung übernahm Domkapitular Josef Fischer, der Ordensreferent unserer Diözese. Der gemeinsame Weg begann in Parzham. Herr Dunkl von der Gemeinschaft Lumen Christi, der zusammen mit seiner Ehefrau den Bruder-Konrad-Hof betreut, begrüßte die Wallfahrer und berichtete eindrucksvoll von der starken Ausstrahlung dieses Ortes sowie von Gebetserhörungen.

 

Eine grundlegende Weichenstellung brachte für Konrad die Teilnahme an der einwöchigen Volksmission in St. Anna bei Ering. Die endgültige Ent-scheidung reifte in einem neunjährigen Kontakt mit dem Benefiziaten Dullinger in Aigen, der für den jungen Gottsucher ein verständnisvoller Begleiter war. Von Parzham brach Johannes dann 1849 nach Altötting auf, um dort an der Pforte der Kapuziner anzuklopfen. Das Geburts- und Wohnhaus des Bruder Konrad zeigt sich so als eine Stätte des Wachsens und Reifens. Durch sie können sich Besucher auch an ihre eigene Herkunft und ihren Weg der Gottsuche erinnern lassen.

 

Am 22. Dezember 1818, also noch am Tag seiner Geburt wurde der kleine Johannes in der Wallfahrtskirche St. Wolfgang getauft. Die Wallfahrergruppe wurde dort von Diakon Hifinger freundlich begrüßt und in die Ge-schichte des Ortes eingeführt. Der Pilgerweg führte weiter zur Pfarrkirche nach Weng. Diese stellt sich heute viel größer dar, als der junge Johannes Birndorfer sie erlebte, denn sie wurde 1849 erheblich erweitert. Nach dem Mittagessen ging es mit Bussen weiter nach Aigen zum Abschlussgottesdienst in der Leonhardi-Kirche. Am Ende dieser Wallfahrt sprach Sr. Helene Wecker im Namen aller an DK Fischer ein Wort des Dankes für die so treffende geistliche Begleitung. Die Begegnung mit den Stätten der ersten drei Lebensjahrzehnte des Bruders Konrad und die deutenden Worte haben gewiss in den Herzen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Liebe zu diesem großen Heiligen unserer Heimat vertieft und neue Freude an der je eigenen Berufung geschenkt.“

 

        Am 8. Juni erlag unsere Oblatin Frau Irmgard (Maria) Schrott aus Weiden in der Oberpfalz ihrem Krebsleiden, drei Tage vor ihrem 67. Geburtstag. Sie war uns seit Studienzeiten verbunden. R.i.p.!

 

        Die Jahresversammlung unseres Herz-Jesu-Hilfsvereins e.V. fand am 10.6. statt. Wegen der Baumaßnahmen in unserem Kloster mussten wir sie in den Gasthof Habermann verlegen, wo in der großen Gaststube alle ca. 25 Mitglieder und Interessierten gut Platz fanden. Referent war diesmal Oberarzt Dr. Matthias Haun aus Rotthalmünster. Mutter Bernarda hatte ihn  im dortigen Krankenhaus kennengelernt und eingeladen, ist er doch für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement bekannt. Seit Jahren schon verbringt er jeweils den größten Teil seines Urlaubs in sog. Ent-wicklungsländern, wo er im Auftrag der Organisation „German Doctors e.V.“ sehr wertvolle Dienste an den Ärmsten der Armen leistet. Von solchen Einsätzen erzählte er nun, unterstützt von Bildern sehr lebendig und beeindruckend. Bedrückend für unsere Vereinsmitglieder und uns, wie viel Not es da gibt, und erfreulich zugleich, wie viele gute Menschen aus christlichem Geist darauf reagieren und anpacken!

 

        Anfang Juni starb in Passau Frau Natalie Hefner im Alter von nur 32 Jahren. Sie gehörte als Kinderpflegerin seit April 2010 unserem Team im Kindergarten an, ging 2016 in Elternzeit und führte fast von Geburt ihres Kindes an einen tapferen Kampf gegen den Krebs, dem sie nun erlag. Bei der Beisetzung am 13.6. vertrat Schwester Teresa unsere Gemeinschaft.

 

        Zur Linderung ihrer Beschwerden begab sich Schwester Maria am 19.6. ins Passauer Klinikum. Nach rund einer Woche kam sie wieder heim.

 

        Am 12. Juli feierte Kaplan Simon Steinbauer aus Moos (Isarhofen) bei uns eine Nachprimiz. Er ist einer von vier Neupriestern unseres Bistums, und folgte unserer Einladung gern. Trotz beengter Verhältnisse in unserer „Saal-Kapelle“ hatten sich auch eine ganz Reihe Gläubige aus Tettenweis eingefunden und empfingen mit uns am Ende der Heiligen Messe den Primiz-Segen.

 

Früher sagte man, ein Primiz-Segen sei es wert, dass man sich dafür ein paar Schuhe durchläuft. Entsprechend freuten wir uns, gleich vier Tage später, am 16.7. mit Dr. Matthias Nowotny aus dem Bistum Regensburg noch einmal einen Neugeweihten als Hauptzelebranten in unserer Mitte zu haben! Er stammt aus Weimar in Thüringen, wurde mit 22 Jahren getauft und verspürte bereits da den Wunsch, Priester zu werden. Freilich führte ihn der Weg zunächst in die Abtei Niederaltaich, wo er fünf Jahre lebte (aus dieser Zeit stammt auch unsere Bekanntschaft), dann folgte ein weiteres Jahr in Stift Geras in Österreich. Es wurde dem jetzigen Kaplan aber schließlich klar, dass seine Berufung das Weltpriestertum ist. Am 29. Juni wurde er durch Bischof Voderholzer für das Bistum Regensburg ge-weiht. Möge sein Wirken als Priester ein reich gesegnetes sein!

 

Am 18.7. vollendete unsere Schwester Bonaventura ihr 80. Lebensjahr! Die wenigsten wollten das glauben, es ist aber doch so. Und wir beten und hoffen, dass unserer Mitschwester ihre zugewandte, frohe Art auch im neuen Lebensjahr(zehnt) hilft, mit den Beschwernissen des Alters gut zurechtzukommen. Neben der Sorge für Schwester Michaela hat sie mit ihrer Kunstfertigkeit in Sachen Klosterarbeiten einen schönen Ausgleich.  

 

Längst haben wir uns in unserem „Ausweich-Quartier“ gut eingelebt, während die Umbauarbeiten im Kloster-Altbau voranschreiten. Aller ver-fügbarer Platz im „Exil“ ist ausgenutzt, und doch steht auch noch vieles auf den Gängen, was wir erst sichten, sortieren und ggf. weggeben müssen. Damit es uns dennoch möglich wird, im November wieder unsere beiden Konvent-Begleiter Mutter Elisabeth und Pater Rhabanus aufzunehmen, hat Frau Mendoza ihre Zimmer im 2. Stock des Hauses St. Benedikt geräumt und eine schöne Wohnung in Bad Birnbach bezogen. Wir wissen, dass ihr dieser Schritt nicht leicht gefallen ist und danken umso mehr!

 

 

 

In eigener Sache: Liebe Vereinsmitglieder, liebe Leserinnen und Leser unseres St. Gertrudis-Boten, wie Sie sicher den Medien entnommen haben, ist Ende Mai die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten. Für uns als Kloster gilt das kirchliche Datenschutzrecht (KDG). Darum müssen wir Sie jetzt ausdrücklich darauf hinweisen, dass Ihre Adresse umgehend aus dem Verteiler gelöscht wird, wenn Sie sie dies wünschen und uns in geeigneter Form mitteilen. Sie können aber auch in der Folgezeit stets ausdrücklich gewünschte oder auch nur gewohnheits-mäßig erfolgende Zusendungen widerrufen.

 

 

 

Liebe Angehörige, liebe Vereinsmitglieder, Wohltäter und Freunde unserer Abtei, liebe Schwestern und Brüder,

 

Sonne pur! Morgens nach unseren Laudes geht die Sonne auf wie ein Feuerball. In mir klingt in diesen Wochen immer ein Lied, das ich sehr liebe: „Die Gott lieben werden sein wie die Sonne, die aufgeht in ihrer Pracht. Noch verbirgt die Dunkelheit das Licht und noch sehen wir die Sonne nicht. Doch schon zieht ein neuer Tag herauf und das Licht des Morgens leuchtet auf.“ Den ersten Satz finden wir im Buch der Richter 5,31. Ein Satz, der Sie in den Urlaub begleiten kann, egal wo Sie ihn verbringen. Wenn wir uns der Sonne zuwenden, d.h. Gott selbst, dann fallen die Schatten hinter uns, wir lassen los, was uns belastet. Ich wünsche Ihnen in den kommenden Wochen eine Zeit der Ruhe und des Entdeckens der kleinen Dinge des Alltags und der Schönheiten, die uns umgeben.                     Mit dankbaren herzlichen Grüßen, 

 

 

 

Ihre

 

M. Bernarda Schmidt OSB

 

Äbtissin